Mehr als 700 Teilnehmer kamen zur DGB Maifeier auf den Lehrter Rathausplatz
EU Krise, Leiharbeit, Mindestlohn, und Steuerpolitik waren die Theman der Maikundgebung
Auch am 1.Mai 2012 ist es dem DGB Lehrte erneut gelungen ein breites gesellschaftliches Bündnis zustande zu bringen. Der ansprechende Rathausplatz war mit etwa 700 Teilnehmern gut gefüllt; die vielfältigen Stände der Gewerkschaften sowie sonstiger gesellschaftlicher Gruppen zeugen von dem breiten Bündnis, das der DGB Lehrte aktivieren konnte.
So begann die Maifeier mit einem ökumenischen Gottesdienst, wobei Pfarrer Roman Blaskiewicz in seiner Predigt auch wesentliche gewerkschaftliche Anliegen humaner Arbeit deutlich angesprochen hat. Der Bürgermeister von Lehrte, Klaus Sidotschuk, brachte in seinen Grußworten die klare Unterstützung der Arbeit des DGB zum Ausdruck. Frank Pern, Betriebsratsvorsitzender von Miele hat mit deutlichen Worten die Forderungen der IGMetall bei den laufenden Tarifauseinandersetzungen sowie Warnstreiks bei Miele in Lehrte dargestellt. Die Auszubildenden der IGMetall bei Miele stellten ebenfalls ihre Forderungen nach unbefristeter Übernahme dar. Auch die bei Schlecker in Lehrte beschäftigten Frauen äußerten sich deutlich zu der unverantwortlichen Politik des Managements, die zahlreichen Entlassungen sowie die Weigerung einiger Landesregierungen mit FDP Wirtschaftsministern, eine Transfergesellschaft zu errichten, um Entlassungen und Arbeitslosigkeit abzumildern und den Übergang in andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu erleichtern. Sie waren sich mit dem zuständigen Gewerkschaftssekretär von Verdi einig, dass die Ablehnung einer Transfergesellschaft nicht erfolgt wäre, wenn es sich bei den Entlassungen um Männer gehandelt hätte.
Die Hauptrednerin, die ehemalige DGB Bundesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer, forderte für die Leiharbeit „gleichen Lohn für gleiche Arbeit" Betriebs- und Personalräte brauchen mehr Mitbestimmung. Verleihagenturen müssen ihre Arbeitgeberpflichten voll wahrnehmen. In keinem Fall dürfen Leiharbeitnehmer entlassen werden, wenn der Auftrag im Entleihbetrieb beendet ist. Der ausufernde Skandal der Minijobs auf inzwischen 7,4 Millionen ist umgehend zu beenden. Grundsätzlich sind alle Arbeitsverhältnisse- unabhängig von ihrer Stundenzahl- in die Sozialversicherungspflicht einzubeziehen. Engelen-Kefer „Es gibt keinerlei Rechtfertigung für eine derartige öffentliche Subventionierung von Löhnen, Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern."
Eindrucksvoll waren auch die Darbietungen der verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen - von der Jugend im Lehrter Fußballverein SV 06 Lehrte, dem Luftballonweitflugwettbewerb für Kinder und dem Tanz der kurdischen Folklore- Kinder-Tanzgruppe.
Hier geht es zu den Bilder zum 1. Mai in Lehrte >>> hier >>>
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