19.08.2009:
bunt statt braun - "Der NPD den Spaß an Hannover verderben"
Als ersten kleinen Erfolg wertet Sebastian Wertmüller vom DGB die Entscheidung der Versammlungsbehörde, der NPD keinen Demonstrationszug durch die hannoversche Innenstadt zu genehmigen. Jetzt gehe es darum, den Nazis auch den Spaß an der Südstadt und der Bult zu verderben. Die Meinung im Bündnis gegen den Naziaufmarsch auf dem gestrigen Treffen sei eindeutig: "Wir wollen keinen braunen Aufmarsch in Hannovers Innenstadt, aber ebenso wenig in der Südstadt oder anderswo!"
Das Bündnis werden an seiner Kundgebung am 12. 09. 2009 auf dem Klagesmarkt festhalten und von dort durch die Innenstadt ziehen. Man werde aber die bisherige Anmeldung so ergänzen, dass ein Demonstrationszug in die Südstadt führe. Einzelheiten seien mit der Versammlungsbehörde noch zu besprechen. Für die Kundgebung liegen bisher Zusagen als Redner u.a. von Regionspräsidenten Hauke Jagau und Hannover 96-Chef Martin Kind vor.
Das Bündnis solidarisiert sich mit den von dem Umzug der NPD betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in der Südstadt. Man werde diese mit allen Möglichkeiten bei örtlichen Aktivitäten gegen den braunen Aufmarsch unterstützen. Der DGB-Chef: "Nazis sollen überall erkennen können, dass sie hier nicht erwünscht sind!"
Die Demonstration "bunt statt braun" werde inzwischen von über 60 Parteien, Gruppen, Initiativen und Verbänden unterstützt. Dabei seien u.a. die Evangelische und die Katholische Kirche, die jüdische und die griechische Gemeinde, die Arbeiterwohlfahrt, die Diakonie, die SPD, die Linken und die Grünen. Auf positive Rückmeldungen von CDU und FDP warte man allerdings noch.
Wertmüller weist darauf, dass man sich nach dem erfolgreichen Protest vom 1. Mai In Hannover nicht ausruhen könne. Nazis müsse immer und überall entgegengetreten werden, bevor sie selber Fuß fassen können.
Das Bündnis gegen den Naziaufmarsch regt an, für den 12. 09. 2009 für ein paar Stunden den Bundestagswahlkampf auszusetzen und stattdessen auf dem Klagesmarkt ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen. Wertmüller: "Wenn alle demokratischen Parteien an diesem Tag gegen die Nazis der NPD und der Freien Kameradschaften demonstrieren, wäre das sicher ein sehr überzeugendes Zeichen."
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